Kein Ei gleicht dem anderen


Iden-ti-tät, Substantiv, feminin [die]: Echtheit einer Person oder Sache; völlige Übereinstimmung mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird. 

Name, Geburtsdatum, Augenfarbe und Größe. Das reicht um uns zu identifizieren. Damit die anderen erkennen, dass wir es sind. Oder gibt es noch mehr? Etwas in uns, womit wir uns identifizieren? 

„Kein Ei gleicht dem anderen“ ist ein Tanztheater des Jugendtanzensembles. Die Stückentwicklung basiert auf den Geschichten und Erfahrungen der vier Tänzerinnen und beschäftigt sich mit der Frage: Was ist Identität? Ist es das, was andere äußerlich wahrnehmen? Oder das, was man selbst innerlich spürt? 

Choreographie: Gabriele Bocek
Es tanzen: Lia Rothe, Amélie Woitscheck, Sophie Casna, Sara Krämer-Hahn
Licht: Silke Böttcher
Foto: Reinhard Riedel
Grafik: Sara Krämer-Hahn 

Zum Ensemble 
Mondstaubtheater ist ein freies Amateurtheater, das seit 1993 junge und junggebliebene Menschen in Tanz, Schauspiel und verwandten Künsten ausbildet und mit ihnen gemeinsam Inszenierungen erarbeitet.

Die vier Mädchen des Jugendtanzensembles sind 16 bis 19 Jahre alt und tanzen seit über einem Jahr in dieser Besetzung. 

Die Gruppe probt regelmäßig einmal in der Woche. Hinzu kommen Intensivprobentage. „Kein Ei gleicht dem anderen“ ist eine gemeinsame Stückentwicklung und beruht auf den Erfahrungen, Gedanken und Texten der jungen Tänzerinnen. 

Begleitet werden sie von der Tanzpädagogin Gabriele Bocek. In einer Mischung aus Bewegungstraining und Inszenierungsarbeit gestaltet sie den Prozess so offen, dass Bewegungsmaterial, Ideen und Texte der Mädchen in das Stück einfließen können. 

Zitat von den Mädchen zum Inszenierungsprozess:
„Selbstfindung ist ein immerwährender, spannender Prozess. Die Persönlichkeit wird von Umfeld und Erlebnissen geprägt. Man findet heraus, womit man sich identifiziert, und setzt sich Schwerpunkte. Man versucht sein Inneres ein Stück weit durch sein Äußeres auszudrücken. Man versucht sein Inneres mit den äußerlichen Bedingungen in Einklang zu bringen. In die Gesellschaft einfügen, aber nicht fügen. Eine eigenständige Identität sein, in all ihrer Komplexität, und mit seinen Mitmenschen korrespondieren. Akzeptanz – sich und anderen gegenüber. 

In den letzten sechs Monaten haben wir unser Stück aus all diesen Aspekten zusammengesetzt, welche sich aus eigenen Geschichten und Erfahrungen herauskristallisierten. Von Tabus und Traditionen innerhalb der Familie, über Konfliktsituationen mit sich selbst oder Außenstehenden, bis hin zu mitgebrachten Temperamenten und Charaktereigenschaften, Gewohnheiten und Befremdlichkeiten. All dies verleiht letztendlich jeder unserer Aktionen und Reaktionen ein Gesicht, mit dem wir jeden Tag arbeiten, und welches sich ein Leben lang entwickelt.“