Gastspiele 2019



Das Totenerweckungssüppchen

Sonntag, 15.09.2019 | 15.00 Uhr | Alte Papierfabrik Greiz | 11/9 Euro

– Andreú Andreú (Andreas Mihan), Berlin

Objekttheater für alle ab vier Jahren
Idee und Spiel: Andreu Andreu
Musik/Geräusch: Bastian Kaletta
Dramaturgie: Cornelia Winkler

Ralf, der Karotte, ist etwas schreckliches passiert! Seine Freunde wurden geerntet und jetzt will man aus ihnen Suppe machen. Ralf muss sie retten! Aber wie? Und wo? Auf der Suche nach Torben, dem Lauch, Rita, der Petersilie, und Jean-Pierre, dem Sellerie, trifft Ralf einen ängstlichen Stein, ein eingebildetes Fahrrad und Esmeralda, das kopflose Suppenhuhn. Und zusammen kochen sie ein ganz besonderes Süppchen…

Andreú Andreú ist Puppenspieler aus Berlin. Seine Stücke sind ein wenig poetisch, etwas lustig, ein bisschen anarchisch und ab und an lakonisch. Er hat ein Herz für Sonderlinge und Verlierer und in seinen Stücken lässt er ihnen ein kleines Stück vom Glück. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich Andreas Mihan, der in diesem Jahr bei der Eröffnungsinszenierung „raum der wünsche“ Regie führte und die Stückentwicklung leitete.


Adams Äpfel

Montag, 16. 09.2019 | 19.30 Uhr | Vogtlandhalle | 11/9 Euro 

Kollektiv ADAMS ÄPFEL in Kooperation mit Cammerspiele Leipzig e.V.

Nach dem gleichnamigen Film von Anders Thomas Jensen

Regie: Danilo Riedl
Deutsch von Beate Klöckner
Bühnenfassung von K. D. Schmidt
Verlagsrechte bei: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH, Berlin

Es spielen: Karoline Günst, Paul Becker, Ralf Donis/Danilo Riedl, Christian Feist, Falko Köpp, Fabian Trott, Dietmar Voigt
Regie/Bühne: Danilo Riedl
Konzeptionelle Mitarbeit: Christian Hanisch
Musikalische Arrangements: Kristin Nicolai
Regieassistenz: Victoria Weber
Kostüm: Zäzilie Schilling

Ivan ist Landpfarrer einer kleinen Gemeinde und kümmert sich hingebungsvoll um Ex-Gefangene, die er auf seine ganz eigene Weise versucht zu resozialisieren, darunter Khalid, der gerne Tankstellen überfällt, und Gunnar, ehemaliger Tennisprofi mit Vorliebe für nicht ganz legale Sexualpraktiken. Seit neuestem betreut er Adam, einen gewalttätigen Neonazi. Ivan lässt nichts unversucht, ihn wieder auf den rechten Weg zurückzubringen. Die Situation spitzt sich zu, alles läuft auf eine Katastrophe hinaus, bis es scheint, als mische sich der Allmächtige höchstpersönlich in das Geschehen ein…
Ein bitterböses Sommertheater-Märchen mit viel Musik und schwarzem Humor.

Die CAMMERSPIELE wurden im Jahr 2000 gegründet und sind heute als freies Theater eine zentrale Produktionsstätte für junge Theaterschaffende aus Leipzig. Pro Jahr werden über zehn Neuproduktionen und 150 Veranstaltungen realisiert.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 


De Janero - ein Punk ertrinkt in Weißensee

Dienstag, 17.09.2019 | 20.30 Uhr | Vogtlandhalle |11/9 Euro

Reaktionsraum Rudolstadt e. V.

Autor: Willi van Hengel
Regie: Jens Heuwinkel
Darsteller: Jesse Garon,
Stefan Kreissig
Musikalische Leitung: Rio Korn
Dramaturgie: Nils Foerster

In Rio Korns Biographie finden sich Sozialismus, die Wende und die freie Marktwirtschaft. Eine Passion für Musik, Theater und Bier. Rio ist ein Punk in Berlin, Druckerlehrling, Setzer beim ND, Vater zweier Töchter, arbeitslos, gescheiterter Selbstständiger, hochverschuldet, „Wer-wird-Millionär“-Kandiat, Oscar-Preisträger, Sänger einer Punkband. Das Leben Rios ist exzentrisch und exemplarisch für ein Leben in Berlin. Dieser Abend taucht ab in ein Leben zwischen den Systemen.

Rektionsraum Rudolstadt e.V. ist ein professionelles, freies Theaterkollektiv für die Region Rudolstadt. Der Verein will seine Mitglieder bei der Realisierung freier, künstlerischer Projekte unterstützen. Schwerpunkt ist dabei die Arbeit außerhalb des etablierten Kulturbetriebes. 2016 gastierte die Gruppe mit ihrer Inszenierung „In die besseren Wälder“ sowie 2018 mit „Don Quijote“ beim Greizer Theaterherbst.

gefördert von Nationales Performance Netz


Lenz

Mittwoch,18. 09.2019 | 20:30 Uhr | Vogtlandhalle | 11/9 Euro 

Regie/Spiel: Christian Fries

1778 verbringt der exzentrische Schriftsteller Jakob Lenz, der zum Freundeskreis Goethes gehört, drei Wochen in den Vogesen. Lenz, 27 Jahre alt, Autor einiger bis heute bekannter Dramen, hofft, in dort zu sich zu finden. Das Gegenteil ist der Fall. Lenz leidet unter Angstzuständen. Immer wieder entgleitet ihm das Gefühl der Wirklichkeit, und er erliegt religiösen Wahnvorstellungen. Die soziale Umgebung ist zunehmend überfordert.

Christian Fries stellt Büchners Text in voller Länge vor. Sein Interesse gilt einem plausiblen Nachvollzug der psychischen Situation des Dichters. Christian Fries ist Schauspieler, Regisseur, Autor und Musiker. Freischaffend, mit engen Kontakten zur Freien Szene und zum Stadttheater Gießen. Er lebt in Münster.


Hannah Arend auf der Bühne

Donnerstag, 19.09.2019 | 20.30 Uhr | Vogtlandhalle | 11/9 Euro 

AGORA Theater, Sankt Vith (Belgien)

nach dem gleichnamigen Buch von Marion Muller-Colard

Spiel: Wellington Barros, Karen Bentfeld, Annika Serong, Galia De Backer, Ninon Perez, Roland Schumacher Szenografie & Masken: Céline Leuchter
Musikalische Leitung: Wellington Barros
Videografie: Conny Klar
Dramaturgie: Felix Ensslin und Sascha Wolters
Regie: Ania Michaelis

4. 12. 1975, New York. Es soll der letzte Tag im Leben von Hannah Arendt sein. Aus dem Nichts erscheint ein Mädchen und stellt sich als „auch eine Hannah“ vor. Die Frage des Kindes, ob sie sich Worte ausdenke, irritiert Hannah Arendt. Worte. Was kann man mit ihnen machen? Sie sind das Mittel, um eine Welt zu schaffen, in der es sich zu leben lohnt? Als praktische Denkerin nimmt sie die Herausforderung an... Sie geht mit dem Mädchen ins Theater. Theater ist eine Schule des Urteilens. Im Theater begegnen sie Aristoteles. Sie erleben die griechische Polis, aus der der Wolf verbannt ist, der das gemeinsame Leben in Freiheit bedroht, und sie treffen auf die Weltfremdheit eines Fuchses, der in seinem Bau privatisiert, statt sich gegen die Rückkehr des Wolfes zu rüsten...

Das AGORA Theater wurde 1980 von Marcel Cremer als freie Schauspielgruppe gegründet. Getragen ist das Theater von der Auffassung, dass im Mittelpunkt der Kunst das Wechselspiel mit dem Publikum stehen muss. Die Gruppe wurde mehrfach prämiert. Bereits 2003 war sie zu Gast beim Greizer Theaterherbst mit den Stücken „Der kleine rote Prinz“ und „Die Kartoffelsuppe“.

Dieses Gastspiel wurde unter anderem ermöglicht durch die Ehrung des Greizer Theaterherbstes mit dem Kulturriese-Förderpreis der LAG Soziokultur Thüringen 2018 und dem damit verbundenen Preisgeld in Höhe von 1111,11 Euro.


Emil und die Detektive

Freitag, 20.09.2019 | 15:00 Uhr | Bahnhof | 9/7 Euro 

Greulmüllersche HörspielManufaktur, Gauting

Live Hörspiel für alle ab sechs Jahren

Es sprechen, spielen, musizieren und geräuschen: Sebastian Hofmüller und Gerald „Greulix“ Schrank

Emil darf zum ersten Mal allein nach Berlin fahren. Im Zug wird ihm sein ganzes Geld gestohlen. Kaum ist Emil am Bahnhof ausgestiegen, heftet er sich dem Dieb an die Fersen. Zum Glück bekommt er Unterstützung von Gustav mit der Hupe und seinen Jungs. Sie helfen Emil bei seiner Verfolgungsjagd quer durch die Stadt – und gemeinsam bringen sie den Dieb zur Strecke...

Aus dem Klassiker der Kinderliteratur basteln Sebastian Hofmüller und Gerald „Greulix“ Schrank nicht irgendeine Inszenierung: Vor den Augen der Zuschauer zaubern sie live ein fantastisches Hörspielabenteuer, bei dem jeder seinen eigenen Film im Kopf entstehen lässt.

Die „Greulmüllersche HörspielManufaktur“ sind Sebastian Hofmüller und Gerald „Greulix“ Schrank. Hofmüller, lebt in Gauting, ist ausgebildeter Schauspieler mit mannigfacher Bühnen-, Fernseh- und Filmerfahrung. Seit 2009 arbeitet er freischaffend. „Greulix“ Schrank lebt als Musiker und Komponist in München. Mit den Eigenproduktionen der Live-Hörspielabenteuer „Emil und die Detektive“ und „Pünktchen und Anton“ von Erich Kästner sind sie regelmäßig in Schulen auf Tournee – einmal sogar bis in die Ukraine. 

gefördert von: Nationales Performance Netz


S.C.H.U.U.L.E: Erste Lektion!

Freitag, 20.09.2019 | 20.00 Uhr | Turnhalle Obergrochlitz | 9/ 7 Euro 

ein inklusives Theaterprojekt - Diakonieverein Carolinenfeld e.V., Greiz

Regie: Susann Maria Hempel und Cassio Diniz Santiago

In einer Turnhalle läutet eine Schulglocke der besonderen Art: Der Greizer Diakonieverein Carolinenfeld e.V. präsentiert dort eine Tanztheateraktion unter dem Titel "S.C.H.U.U.L.E" und lädt das Publikum ein, sich von einem außergewöhnlichen Lehrerkollegium unterrichten zu lassen. Zehn Menschen mit Behinderung haben gemeinsam einen szenischen Lehrplan entwickelt, dessen Schulstoff nun vermittelt werden soll. Neben Fächern wie „Alchemie“ und „Intergalaktische Forschung“ wird auch die Erfindung der Schrift auf höchst unorthodoxe Weise erläutert...

Das Projekt wurde unter Leitung der beiden Künstler Susann Maria Hempel, mehrfach international prämierte Filmemacherin, die ihre Wurzeln beim Greizer Theaterherbst hat, und Cássio Diniz Santiago in Kooperation mit dem Alte Papierfabrik Greiz e.V. realisiert. Es wird gefördert von der Aktion Mensch und dem Landkreis Greiz.


GreizNacht

Samstag, 21.09.2019 | 20:00 Uhr | Bahnhof | freiwilliger Obolus

Großes Abschlussfest mit Live-Musik von „Herje Mine“, Leipzig, Tanz und Überraschungsauftritten

Herje Mine Izabela Kałduńska – Violine
Friederike von Oppeln-Bronikowski – Klarinette
Gal Levy – Schlagzeug
Leonard Grandeke – Kontrabass
Sven Bohling – Akkordeon

Herje Mine fühlen, leben und spielen die Balkan-Musik in all ihrer Leidenschaft und Tiefe. Fünf MusikerInnen aus Polen, Israel und Deutschland, deren Herz so wahrhaftig mit dieser wunderbaren Musik verwurzelt zu sein scheint, dass man sofort Fernweh, Sehnsucht und Tanzwut fühlt, hört man ihnen auch nur ganz kurze Zeit zu. Ihrem Sound und ihrer Leidenschaft kann man sich nicht entziehen. Zusammen erschaffen sie eine Klangwelt aus Tempo, feiner Dynamik, rhythmischer Vielfalt, Improvisation und Virtuosität. Sie entführen ihr Publikum mit ihrem Können in ein Reich der Sinnlichkeit und Leidenschaft.