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Presseberichte
Theaterherbst
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Greizer JazzWerk
Ostthüringer Zeitung vom 17.09.2001

Eine tolle Premiere, die erste der zehnten Theaterherbstauflage, glückte den Akteuren der Kinderwerkstatt mit dem
Stück „Der heldenhafte Herr Schneider“ , hier in einer Szene mit der Enkelin der Musfrau.   Begeisterter Beifall des
Publikums belohnte die fleißige Probenarbeit.      (Foto. Groß)
Die Gegenwart überrollt das
Theater: Kunst gegen Chaos
Theaterherbst-Macher setzen auf die Halt gebende Kraft der Kunst
Von OTZ-Redakteurin
Kathrin Hofmann
Theaters sollen genutzt werden, um mit Kunst Zeichen zu setzen gegen das Chaos, Zuversicht und Lebenskraft auszustrahlen, die man gerade jetzt dringend brauche.
Im zehnten Jahr prägt der Theaterherbst immer zur gleichen Zeit das Stadtbild, mitunter auch etwas länger, wie man an den Stelen der Schlossbrücke unschwer erkennen kann. Über Höhen und Tiefen ist er immer wieder mit neuen,frechen Ideen in Greiz präsent, inzwischen gehört auch das Jazz-Festival fest zum Vereins-Jahresprogramm.
Der Aktivistin des Theaterspektakels und ersten Intendantin 1992 und 1993, der Bonner Publizistin Anna-Lydia Edingshaus von Laßberg, verlieh Linke am Sonnabend die Ehrenmitgliedschaft im Theaterherbstverein. Leider konnte sie nicht an der Eröffnungsveranstaltung teilnehmen, da sie einen schweren Unfall hatte. Mit Blumen würdigte Linke das Engagement des Vereinsvorsitzenden Karsten
Schaarschmidt. „Der Theaterherbst ist in die Jahre gekommen, ohne alt auszusehen“, gratulierte Dr. Rolf Lettmann aus dem Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den Greizern Machern und bestärkt die Initiatoren in der aktuellen Entscheidung: Man sollte sich nicht nehmen lassen, auf die Halt gebende Kraft der Kultur zu setzen. Dass bei soviel Kulturfreundlichkeit der Stadt auch das Land in der Unterstützung bei der Stange bleibt, versteht sich von selbst, spricht der Mann aus dem Ministerium die Finanzen an. Bürgermeister Dr. Andreas Hemmann setzte mit einem Fördermittelbescheid noch einen drauf. Nicht ohne zu erwähnen, dass auch der Landkreis das Projekt finanziell gut unterstützt.
Für musikalische Highlights der Eröffnung am Sonnabend sorgten der Saxophonist Dietmar Diesner, der seinem Instrument die unglaublichsten Töne entlockte und das Publikum verblüffte, sowie die Brigade 1 des Greizer JazzWerk.
Greiz. „Der Terror in den USA hat uns erschüttert. Trotz allem haben wir uns entschlossen, den X. Theaterherbst zu eröffnen“ , leitet Karsten Schaarschmidt am Sonnabend seine Erklärung zur offiziellen Eröffnung vor den Zuschauern im hiesigen Theater ein.Nach der Zeit der Sprachlosigkeit wolle man mit der Kunst wieder Mut zum Reden geben,die Bühne als Podium gegen Gewalt jeder Art nutzen. Auch der künstlerische Leiter dieser Jubiläumsausgabe, Hans-Michael Linke, stellt fest: „Die Gegenwart überrollt das Theater.Der tatsächlich gegenwärtige Feuerschein ist vom Schönen Schein geblieben“. Selbstverständlich, das man auf Späße im Eröffnungsprogramm verzichte. Die schon vorher produzierten witzigen Fernsehnachrichten für den Auftakt sind noch vor ihrer Präsentation „Müll für die gelbe Tonne“. Doch die unendlichen Möglichkeiten des

Ostthüringer Zeitung vom 17.09.2001

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Letzte Aktualisierung: 09.08.2010   |   E-Mail: Greizer@Theaterherbst.de   |   © 2002 Greizer Theaterherbst