JazzWerk # 13

Fünfköpfiges Team übernimmt JazzWerk-Leitung
13. Greizer Jazz-Festival soll Tradition und neue Konzepte verbinden
Der Vorstand des Greizer Theaterherbstes hat ein fünfköpfiges Team für die künstlerische Leitung des Greizer JazzWerks berufen. Ihm gehören die gebürtigen Vogtländer und in Leipzig lebenden Musikstudenten und Jazz-Musiker Antonio Lucaciu (24), Robert Lucaciu (23), Sascha Stiehler (23), der Erfurter Cornelius Häschel (29) sowie der Greizer Musiker Ulrich Blumenstein (49) an. Blumenstein, der beratend tätig sein wird und dem die Koordination vor Ort obliegt, übernimmt in diesem Jahr zudem die Leitung des Werkstattprojekts des Internationalen Jazz-Festivals.
Für das JazzWerk 2012 planen die Organisatoren, „ein musikalisch qualitativ hochwertiges, aber auch für möglichst viele Leute interessantes und attraktives Festival“ auf die Beine zu stellen. Allgemeines Ziel sei, die Traditionen des Jazzwerks fortzuführen und zugleich neue Ideen und Konzepte einzubringen. Dies gelte nicht nur für das musikalische Programm an sich, sondern auch für die generelle Organisation des Festivals. Das Präsentieren von internationalen und auch regionalen Künstlern sowie das Anbieten von Workshops, die sowohl Amateure als auch Profis zum gemeinsamen Musizieren einladen, würden feste Standbeine des Festivals bleiben. Darüber hinaus soll das Festival vor allem für junge Leute geöffnet werden und innerhalb der Region zu mehr Aufmerksamkeit gelangen.
Im Mittelpunkt der künstlerischen, als auch organisatorischen Arbeit stehe das Team, so die Organisatoren. Durch die jahrelange gemeinsame Zusammenarbeit würden sie die Stärken jedes Einzelnen kennen und Aufgabenbereiche effektiv verteilen können. Die Organisatoren verstehen sich als Musiker, Visionäre, Initiatoren, und vor allem junge Menschen, denen ein Heimatbewusstsein sehr wichtig ist. Die gebürtigen Vogtländer Antonio, Robert und Sascha lernten sich bereits mit 15 Jahren in Plauen kennen. Seit dem entwickelte sich eine enge, fast familiäre Bindung der Lucaciu-Brüder zu Sascha Stiehler. Im Fokus stand dabei immer das gemeinsame Musizieren. Mit 16 Jahren gingen alle drei zum Nachwuchsförderklassenstudium an die Hochschule für Musik in Leipzig, nach Beendigung der Schulzeit folgte das Jazzstudium (bei Lehrern wie Richie Beirach, Johannes Enders, Dave Liebman, Pepe Berns). Sie gewannen zusammen zahlreiche nationale und internationale Preise, wie den Leipziger Jazzpreis, den Internationalen Jazzpreis Straubing sowie Biberach, den Preis der Hans und Eugenia Jütting-Stiftung, den Sächsischen Staatsministerpreis. Inzwischen sind alle drei ein fester Bestandteil der deutschen Jazzszene. Sie spielen unter anderem mit Musikern wie Wolfgang Schmid, Peter Wölpl, Richie Beirach, Johannes Enders, Werner Neumann oder auch Popkünstlern wie Clueso oder Norman Sinn.
Seit Beginn ihrer künstlerischen Arbeit ist es ihnen ein Bedürfnis, Netzwerke, Spielorte und Plattformen für Jazzmusiker zu schaffen. So initiierten sie 2010 zusammen mit dem Jazzclub Leipzig e.V. den Liveclub Telegraph in Leipzig - einen Jazzclub mit über 100 Veranstaltungen im Jahr. Sascha Stiehler übernimmt dabei die Aufgabe des Bookings, Robert Lucaciu den Part der Organisation. Antonio Lucaciu war Vorstandsmitglied des Jazzclub Leipzig e.V. und war in die Organisation der 34. Leipziger Jazztage, der Musikzeit 2011 und der Jazzmesse im Gewandhaus 2011 involviert. 2010 gründeten sie gemeinsam das Musiklabel EGOLAUT, das vorwiegend junge Jazzmusiker aus Mitteldeutschland fördert und ihnen die Möglichkeit bietet, sich künstlerisch frei innerhalb einer Plattform zu entfalten. Cornelius Häschel – ebenfalls Vogtländer – ist der „organisatorische Kopf“ des Labels. Er leitet und initiiert eigene Rundfunksendungen und organisierte zahlreiche Konzerte und Tourneen von Bands durch ganz Europa.



