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Die Werkstätten des XIX.Theaterherbst
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Eröffnungsspektakel Der Ozeanflug nach Bertolt Brecht/ mit Musik von Kurt Weill
Freitag, 10. September 2010, 19.00 Uhr Eissporthalle Greiz Eintritt: 7,50 € ( 5,- € )
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Zwei Jahre nach dem ersten Non-Stop-Flug über den Atlantik schrieben Bertolt Brecht und Kurt Weill 1929 ihr erstes Lehrstück. "Das Lehrstück lehrt dadurch, dass es gespielt, nicht dadurch, dass es gesehen wird." Können wir, 80 Jahre später, von der ersten Ozeanüberquerung noch etwas lernen?
Für die erneute Überquerung des Ozeans suchen wir Mitspielende und/oder Mitsingende aller Alters-, Berufs- und Bürgergruppen vom Kirchenchor bis zur Feuerwehr, vom Bundeswehrsoldaten bis zum Zivildienstleistenden, vom Schüler bis zum emeritierten Studienrat...
Es gibt viele Rollen in diesem Lehrstück: Amerika, Die Stadt New York, Der Flugapparat, Der Nebel, Der Schlaf, Europa, Die Fischer, Die Stadt Paris... und natürlich: Jede Menge Flieger.
Leitung: Theaterregisseur Tobias Sosinka
Probenbeginn: Sa 31.7./ 15 Uhr Eishalle
Gesucht: Alle Greizer jeden Alters die: Amerika, den Flugapparat, Nebel, Fischer... und natürlich jede Menge Flieger spielen wollen.
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Gestaltungswerkstatt VORWÄRTS UND... VOLL INS BILD
| Samstag, 11. September 2010, 16.00 Uhr Theater der Stadt Greiz
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Mitten in der Stadt entsteht in diesem Sommer ein riesiges, lebendiges Wandgemälde nach dem Motto: "Vorwärts und…": zusammengestellt aus den Gedanken, Meinungen und Ideen der Bewohner von Greiz - aufgeschrieben, aufgezeichnet, eingescannt - , von den Workshop-teilnehmern zu einer Collage weiterverarbeitet und auf eine Wandfläche im öffentlichen Raum aufgemalt.
In der Woche des Theaterherbstes wird aus, auf und mit diesem Wandbild ein Stopmotion-Trickfilm entstehen - jeden Tag zusätzlich genährt von den Ideen und Meinungen der vorbeischlendernden Zuschauer. Diese werden über Scanner eingelesen, mittels Videoprojektion auf das Wandbild übertragen und von den Workshopteilnehmern malerisch in den Trickfilm eingearbeitet.
Am Ende steht ein Abschlussabend mit der Präsentation des Filmes, aller Beteiligten und ihrer Ideen - im besten Fall mit den Ideen der ganzen Stadt.
Leitung: Bühnenbildnerin und Architektin Vera Koch
Arbeitsbeginn: Mo 26.7./ 10 Uhr Theater Greiz
Gesucht: 10 - 20 mit der Farbrolle Erfahrene und Unerfahrene, Trickfilmbegeisterte zwischen 15 und 99
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Schauspielwerkstatt ANTIGONE
nach Sophokles/ Brecht/ Anouilh
Samstag, 11. September 2010, 18.00 Uhr Greika-Halle, August-Bebel-Str., Greiz Eintritt: 5,- € ( 3,- € )
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Es ist das Recht der Jugend die bestehende Autorität in Frage zu stellen. Doch daraus erwächst die Pflicht eine neue Ordnung zu erschaffen, die sich wiederum durch die nächste Generation prüfen lassen muss. Antigone erwidert ein "Nein" auf König Kreons Verbot ihren Bruder begraben zu dürfen. Ein "Nein", dessen Symbolik uns bis ins heutige Jahrhundert beschäftigt. Denn die Grenzen zwischen Terrorismus, Revolution oder jugendlicher Rebellion sind in diesen Tagen schmal. Wir zerspielen Texte von Sophokles, Anouilh und Brecht, immer den Argumenten Antigones und König Kreons auf der Spur. Am Ende steht die Entscheidung aus: Bist du Antigone oder König Kreon? Wie lange hältst du deiner Wahl stand?
Regisseur Sebastian Stolz leitet seit 2009 am Landestheater Eisenach das Junge Schauspiel. Seine Arbeiten als Autor, Regisseur und Dramaturg wurden zu zahlreichen nationalen und internationalen Festivals eingeladen. Er holt mit euch die Antigone samt ihrem berühmten Greizer Prolog wieder in die Stadt
Leitung: Regisseur und Dramaturg Sebastian Stolz
Probenbeginn: Mi 30.6./ 10 Uhr Greikahalle
Gesucht: Menschen ab 14 Jahre, mit oder ohne Bühnenerfahrung
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Kinderwerkstatt: HARUN UND DAS MEER DER GESCHICHTEN
nach Salman Rushdie
Sonntag, 12. September 2010, 17.00 Uhr Theater der Stadt Greiz Eintritt: 5,- € ( 3,- € )
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Der größte Geschichtenerzähler im Lande Alifbay kann eines Tages nur noch Krächzen. Alle Geschichten scheinen verschwunden. Sein Sohn Harun macht sich auf den Weg die Ursache herauszufinden und entdeckt, dass das Meer der Geschichten Gefahr läuft verdreckt und vergessen zu werden. Eine abenteuerliche Rettungsmission in einer phantastischen Welt beginnt.
Wir werden dieses Meer wieder auffüllen. Mit Spiel, Bewegung und Gesang. Mit allem was eine gute Geschichte ausmacht. Wir werden herausfinden welche unsere eigenen, vergessenen Geschichten sind, und natürlich erzählen was geschah mit Harun, den Guppees und den Chupwalas, den Schattenkriegern und den Vielmäulern, Prinz Bolo und Prinzessin Batcheat.
Leitung:Schauspieler Kai Meyer
Probenbeginn: Mo 2.8./ 10 Uhr Theater Greiz
Gesucht: Maximal 12 Menschen mit einer Körpergröße von 130 - 150 cm (Richtwert).
Hinweis: Kleine Darsteller werden auch für große Rollen im Eröffnungsspektakel gesucht.
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Songwriter- und Musikerwerkstatt FLIEGEN
Dienstag, 14. September 2010, 18.00 Uhr Unteres Schloss Greiz, Weißer Saal Eintritt: 5,- € ( 3,- € )
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Der Komponist Jörg Martin Wagner geht in Greiz zu ganz verschiedenen Menschen, redet mit ihnen über ihr Leben, ihre Träume, ihre Themen. Und egal ob sie das jemals gemacht oder versucht haben, schreibt er mit Ihnen "ihren" Song! Der wird dann in der zweiten Phase mit anderen Greizern einstudiert und aufgeführt, die entweder schon gut und gerne Musik machen oder die Lust haben, welche zu machen. Nicht bekannte Hits kalkulierender Produzenten, sondern authentische Werke von Laien werden von ortsansässigen Elektro- oder Metalbands, klassischen Musikern und Chören aufgeführt. Greizer Sound für Greiz.
Leitung: Bühnenmusiker und Komponist Jörg Martin Wagner
Probenzeit: Recherche: 19.7.-6.8. Theater Greiz/ Umsetzung: 25.8.- 18.9. Unteres Schloss, Weißer Saal
Gesucht: Menschen jeden Alters, die etwas zu erzählen haben, jede Art von Sängern und Instrumentalisten, Chören und Bandformationen aus der Region, sowie alle, die Lust haben, mitzumachen aber nicht wissen wie.
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Schauspielwerkstatt
KAMPF DER GENERATIONEN
- Mit deinem Können und meiner Erfahrung...Ich glaube, da fällt uns was ein!
Maude in "Harold und Maude"
Dienstag, 14. September 2010, 20.00 Uhr Theater der Stadt Greiz Eintritt: 5,- € ( 3,- € )
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Die klassischsten Klassiker dieser Welt würden vermutlich nicht existieren, gäbe es da nicht den immerwährenden Kampf der Generationen. Romeo und Julia könnten einfach heiraten, funkten die Elternhäuser nicht dazwischen (oder eben wieder Schluss machen). Antigone würde in Ruhe ihren Bruder beerdigen und mit ihrem Leben weitermachen, würde sich Kreon ihr nicht so hartnäckig entgegen stemmen.
Doch oft scheinen die Rollen allzu klar verteilt: Die Alten stehen mit ihrem Starrsinn und verkrusteten Wertevorstellungen den unerfahrenen und unbedarften Jungen im Wege. - Aber es gibt auch Gegenentwürfe: So dreht beispielsweise Slawomir Mrozek in seiner Farce "Tango" den Spieß herum und lässt den konservativen Sohn einer nonkonformistischen Familie sein Recht auf Regeln und Spießigkeit per Waffengewalt zurückfordern. Und natürlich besteht neben allen Konflikten auch Hoffnung, wie Colin Higgins' Kultklassiker "Harold und Maude" beweist, in dem die fast 80jährige unkonventionelle Maude dem depressiven 20jährigen Harold einen völlig neuen Blick auf Leben und Liebe eröffnet.
Auf solcherlei Kontrapunkte zum klassischen Bild vom "Kampf der Generationen" werden wir in dieser Werkstatt einen Blick werfen. Dazu nehmen wir uns einige Klassiker aus Theater und Film zur Brust, beleuchten konventionelle wie ungewöhnliche Rollenbilder und Klischees über jung und alt, tauschen die Rollen und mischen die Karten neu. Wir experimentieren mit vorhandenen Motiven, Figuren und Geschichten und entwickeln gemeinsam eine Szenencollage mit dem Fazit: "Alt" und "jung" sind in erster Linie Schubladen, die jeder selbst beschriften kann.
Leitung: Regisseurin Esther Steinbrecher
Probenbeginn: Sa 31.7./ 10 Uhr Theater Greiz
Gesucht: Spielerinnen und Spieler aus drei Generationen, 16 bis 25 Jahre, 26 bis 50 Jahre und 50 plus
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Internationale Werkstatt
DIE (HAMLET)MASCHINE ARBEITET WIEDER nach H. Müller
Freitag, 17. September 2010, 20.00 Uhr Hotel Haus Friedensbrücke, Greiz Eintritt: 5,- € ( 3,- € )
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Mit einem lauten "Vorwärts und…." werden die stillgelegten Maschinen und die dadurch arbeitslosen Arbeiter aus dem Still- und Ruhestand heraus geholt, in Gang gesetzt, um gegen den Stillstand zu protestieren. Der Schlusssatz der Strophe des Solidaritätsliedes von B. Brecht, heißt: "...Wessen Morgen ist der Morgen, wessen Welt ist die Welt". Und genau das wird unser Motto!
Wir werden zum Textmaterial "Hamletmaschine" von Heiner Müller klanglich arbeiten, forschen und improvisieren. Dabei geht es nicht nur um den Inhalt des Textes, sondern um seine rhythmische Kraft. Es wird ein Maschinen-Sound entwickelt, gesungen und im Kollektiv marschiert. Der Herzschlag einer Maschine wird erzeugt, das Klangkollektiv geformt.
In der zweiten Etappe wird mit 30 internationalen Schauspielern vom "Neuen Notwendigen Untergrund" an dem Spektakel "hamlet: maschine ophelia" gearbeitet. Zwei unterschiedlich entstandene Arbeitsergebnisse werden zu einem großen Ereignis "Die Hamletfabrik 2010" zusammengeführt, neu sortiert und montiert. Die Greizer Beteiligten werden in eine internationale Inszenierung eingebaut und in Greiz premiert. Am 30.12. 2010 wird dieses Spektakel zum 15. Todestag von Heiner Müller in die "Theaterkapelle" nach Berlin Friedrichshain geladen.
Leitung: Schauspieler und Regisseur Uwe Schmieder
Probenbeginn und Kennenlernparty mit Grill So 15.8./ 15 Uhr Theater Greiz
Gesucht: zirka 20 kunstinteressierte Marschier- und Gesangeslustige aus der Region
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Medienwerkstatt
GREIZER HERBSTBLÄTTER, IN BEWEGUNG UND MIT TON
Video? Das sind doch auch nur 25 Fotos in einer Sekunde. Fotografieren? Das geht sogar mit dem Handy.
Stimmt, und da ist noch mehr drin. In der eigens für den Greizer Theaterherbst eingerichteten Medienwerkstatt wird sich das überprüfen lassen. Dort bieten sich professionelle technische Mittel und personelle Unterstützung um dem Theaterherbst durch das Auge der Linse auf den Zahn zu fühlen.
3 Wochen lang werden wir Zeit haben um die Stadt Greiz und die Werkstätten des Theaterherbstes nach ungewohnten Perspektiven und Geschichten abzusuchen. Mit einem Foto- und Videoportal im Rücken wird uns ein durch Internet sowie durch Schaufenster gestütztes öffentliches Tagebuch als Spielwiese dienen, das finale Ziel ist für eine weitere Woche gemeinsam ein abendliches Herbstjournal zu gestalten. Dies wollen wir in einem öffentlichen Screening jeweils nach den Aufführungen der Festivaltage präsentieren und somit die Geschichte des Theaterherbstes digital fort schreiben.
Von Portrait über Interview bis Fotogeschichte, alles ist dabei denkbar. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt aber wird altersunabhängig entschieden. Vorkenntnisse, sind immer gut aber sollen keine Hürde sein.
Leitung: Lucian Patermann und Martin Werner (Bauhaus Universität Weimar)
Arbeitsbeginn: Mo 23.8./ 11 Uhr Theater Greiz
Gesucht: Erzähler, Berichterstatter und Technikbegeisterte mit vielen oder gar keinen Vorkenntnissen.
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