Theaterherbst-Mitspieler schnuppern Höhenluft
Marko Fischer lehrt im Greizer Theater die ersten Schritte des Stelzenlaufens
Seit dem vergangenen Wochenende wachsen die Mitwirkenden des Greizer Theaterherbstes auch im Wortsinn über sich hinaus. Zwar nicht alle, aber immerhin die derzeit 13 Teilnehmer der Stelzenlauf-Werkstatt.
Unter Leitung von Marko Fischer aus Glauchau wagten sich die Spieler auf der Bühne des Greizer Theaters auf die mechanischen Stelzen, die bis zu einem Meter Höhe verstellt werden können.
Zunächst stand erst einmal der sichere Stand auf dem Workshop-Trainingsprogramm sowie das Laufenlernen mit Stelzen. In den folgenden Übungseinheiten werden unter anderem auch im Einzel- und Kleingruppentraining sowohl das Stelzenlaufen als auch und vor allem verschiedene, schwierigere Bewegungsabläufe einstudiert, wie Rückwärtslaufen, das Überwinden kleiner Hindernisse, Drehungen und Hockgang und das Laufen mit Requisiten.
Ziel dieses Workshops ist schließlich die Teilnahme der Mitwirkenden als Darsteller im großen Eröffnungsspektakel des XV. Greizer Theaterherbstes am 15. September dieses Jahres. Denn das will der Theaterherbst in diesem, dem Jahr seines 15. Jubiläums, aus eigener Kraft und unter Mithilfe von weiteren Greizer Vereinen selbst entwickeln und inszenieren.
Der Stelzenworkshop ist die erste Werkstatt, die auf das Spektakel im September hinarbeitet.
Und in dem Werkstattleiter Marko Fischer haben die Teilnehmer einen Lehrer gefunden, der auf einen großen Erfahrungsschatz in Sachen Stelzenlauf zurückgreifen kann. Seit vielen Jahren ist er nicht nur selbst in verschiedenen, renommierten Straßentheaterproduktionen als Stelzenläufer aktiv gewesen, er leitete auch mehrere Stelzenlaufworkshops und ist gleichfalls als Solostelzenläufer in unterschiedlichen Projekten unterwegs.
Seine Tipps und die gegenseitige Hilfe der Teilnehmer zeigten schon am ersten Übungstag Erfolge. Bereits nach wenigen Stunden liefen die meisten Teilnehmer allein und zunehmend sicherer über die Bühne.
Die Knie-, Ellenbogen- und Handschützer mussten jedenfalls und zum Glück nicht ihre Funktionalität beweisen, aber schließlich heißt es zu Recht und nicht nur aus Versicherungsgründen: Besser man hat, als man hätte.
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