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Die Werkstätten zum XIV.Theaterherbst

Werkstatt Schauspiel  „Die fürchterlichen Fünf“
für Kinder von 8 bis 12 Jahren

von Wolfgang Erlbruch
Leitung: Kristine Stahl, Naumburg

Samstag, 10. September 2005,  14.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )

Eine alte Kröte, eine widerwärtige Ratte, eine ekelige Spinne und eine scheußliche Fledermaus leben unter einer Brücke. Alle fürchten sich vor ihnen, bis sich eine Saxophon spielende Hyäne unter die Brücke verirrt. Und auf einmal verändert sich ihr Leben: Die Ratte holt ihr Banjo, die Fledermaus singt, die Spinne pfeift, die Kröte kann Pfannkuchen backen und die fünf eröffnen zusammen eine Pfannkuchenbude mit Musik. Mit einer Bühnenmusik von Simone Danaylowa wird mit zehn bis fünfzehn Darstellern ein musikalisches Schauspiel erarbeitet, das vom Häßlichen und Schönen, von Freundschaft und vom Abbau von Vorurteilen handelt.
Kristine Stahl ist Puppenspielerin, Ausstatterin und Regisseurin, bisher u.a. am Puppentheater Halle, der Kleinen Bühne Naumburg und am Staatstheater Wiesbaden.

Werkstatt Schauspiel   „Tick“
für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren

Texte von Daniil Charms
Leitung: Heike Hanefeld, Berlin

Montag, 12. September 2005,  18.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )

Der russische Dichter Daniil Charms, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr zu feiern ist, wurde Zeit seines Lebens als Narr verlacht und als Monster verteufelt. Keines seiner Werke durfte veröffentlicht werden. Nur durch Arbeiten für Kinderzeitschriften konnte Charms notdürftig den Lebensunterhalt verdienen. Wegen "antisowjetischer illegaler" Aktivitäten wurde er 1931 verhaftet und verbannt, 1941 zur Zwangsheilung in die Leningrader Gefängnispsychiatrie eingewiesen. Während der Blockade 1942 verhungerte er im Gefängnis. Charms war seinen Zeitgenossen nicht nur als Künstler, sondern auch als Person suspekt. Stets wie ein englischer Dandy gekleidet, verblüffte er durch bizarren Witz und unerwartete Aktionen. Charms' Sprache, sein ganz eigener Sinn für die Absurdität des Lebens, das Panoptikum seiner skurrilen Figuren werden Thema dieser Schauspielwerkstatt sein.
Heike Hanefeld inszeniert Opern und Theaterstücke für Jugendliche und Erwachsene, bisher u.a.am Opernhaus Halle, Hans Otto Theater Potsdam und Kleist Theater Frankfurt/O.

Dieses Projekt wird unterstützt durch die Förderaktion 5000xZukunft der

Werkstatt Schauspiel  „Bambiland“
von Elfriede Jelinek
Leitung: Hannes Hametner, Berlin

Montag, 12. September 2005,  20.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )

Diese Schauspielwerkstatt geht von dem 2003 als Reaktion auf den Einmarsch der Amerikaner in den Irak geschriebenen Text der österreichischen Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek aus. Die Wechselwirkung vom Einzelnen und dem Kollektiv wird eine Rolle spielen, aber auch der kollektive Druck und die Unmöglichkeit des Schweigens. Wer hat warum Interesse, aus Menschen Feinde und aus Feinden Monster zu machen? Und wie reagieren die, denen das Mitspracherecht verweigert wird?
Hannes Hametner, Jahrgang 1971, ist freiberuflicher Regisseur und hat bisher u.a. bei den Berliner Festwochen, am bat Studiotheater, in Jena, Magdeburg und Moskau inszeniert.

Werkstatt Schauspiel  „Geschlossene Gesellschaft“
von Jean-Paul Sartre
Leitung: Renat Safiullin

Dienstag, 13. September 2005,  18.30 Uhr     Greiz, Greika-Halle, August-Bebel-Str.
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )

Der Schein trügt: Garcin, Ines und Estelle treffen keineswegs in einem feinen Hotel aufeinander. Sie sind in der Hölle gelandet. Sich gegenseitig zu ignorieren gelingt dort ebenso wenig, wie weiter die Lügen des irdischen Lebens festzuhalten. Es gibt kein Entrinnen: „Geschlossene Gesellschaft“. Das im Mai 1944 in Paris uraufgeführte Stück gehört zu den meistgespielten Theaterwerken Jean-Paul Sartres (1905-1980) und war das erste Stück, das in Paris nach dem Abzug der Deutschen aufgeführt wurde.
„Geschlossene Gesellschaft“ hat Sartre de facto den Schauspielerinnen Wanda und Olga Barbezat, mit denen er und Simone de Beauvoir befreundet waren, „auf den Leib geschrieben“. Das Drama besticht vor allem durch seine Geschlossenheit und durch seine Dialoge. Sartre, „Erfinder“ des Existenzialismus entwirft mit dem Pessimismus des Stücks ein zutiefst reales Menschenbild. „Du bist, was dein Leben ist“, lässt er in dem Stück Ines sagen. Weder Lügen noch Heuchelei können die Wahrheit aufhalten.
Renat Safiullin ist bereits als Leiter unter anderem der Schauspiel-Werkstatt „Action without satisfaction“ oder umjubelten Gastspielen unter seiner Regie wie „König Ubu“ beim Greizer Theaterherbst bekannt. Geboren wurde der renommierte Theatermann 1964 in der Nähe von St. Petersburg. Er studierte Schauspiel am GITIS, der bekannten Zentralen Schauspielakademie Moskau. Seit 1990 lebt und arbeitet er in Deutschland.

Werkstatt Pantomime  „Nachtmahr/ Machtnarr“
Leitung: Ron Agenant, Berlin
www.ron-pantomime.com

Mittwoch, 14. September 2005,  18.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )

Wer hat Angst vorm Clown? Und wovor hat der Clown Angst? Davor, nicht geliebt zu werden? Oder vor dem, was ihm einfällt, wenn die Kindergeburtstagsgäste gegangen sind? Eine Entdeckungsreise in die Welt des Spassmachers, der mehr parat hat als Luftballons und rote Nase...Comic, Pantomime und Clownerie werden in dieser Werkstatt auf ungewöhnliche Weise kombiniert.
Ron Agenant ist freischaffender Pantomime & Regisseur, seit 2001 ist er auch Dozent für Pantomime & Contact Improvisation an der Humboldt-Universität Berlin.

Werkstatt Schauspiel  „Bernarda Albas Haus“
nach Federico Garcia Lorca
Leitung: Berit Bartuschka, Berlin

Donnerstag, 15.September 2005,  18.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz
Eintritt: 5,- €  ( 3,00 € )

Lorcas spanische Dorftragödie aus den späten Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts mutiert hier zum zeitlosen Frauendrama. Was Ihnen die Story von der herrschsüchtigen Mama und ihren männerlosen, zum Hausarrest verdammten Töchtern heute noch zu sagen hat, müssen Sie freilich selbst entscheiden. Vielleicht gibt´s ja sogar mehr zu lachen, als Sie vermutet haben?
Berit Bartuschka ist Pantomimin, Schauspielerin, Clown, Regisseurin und Künstlerische Leiterin des XIV. Greizer Theaterherbstes.

Werkstatt Schauspiel  „Träume“
von Günter Eich
Leitung: Ulrich Schwarz, Dresden

Donnerstag, 15.September 2005,  20.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz
Eintritt: 5,- €  ( 3,00 € )

5 Träume, von 5 Menschen an verschiedenen Orten der Erde geträumt: Träume von Verdrängung, dem Geschäft mit der Not, Flucht und Vertreibung, dem Zusammenstoss mit der Dritten Welt, dem Zusammenbruch des Wohlstands. Durch das Dunkel grinst der Clown. Nur sind seine Zähne etwas zu spitz...
Ulrich Schwarz ist als Regisseur und Schauspieler dem Greizer Theaterherbst seit Jahren verbunden. Er ist Leiter der Theatertruppe SPIELBRETT.

Werkstatt Gestaltung
Leitung: Cornelia Brandt, Dresden

Malen, Kleben, Bauen, Schrauben: In dieser Werkstatt ist alles möglich, was zwei-und vor allem dreidimensional zum Thema "Monster und Narren" für Furore sorgt. Mit Objekten und Aktionen im Greizer Stadtbild vor und während des Theaterherbstes können sich hier die Konzeptkünstler von morgen beweisen.
Cornelia Brandt hat in 2005 ihr Diplom "Malerei/Grafik" an der Hochschule für Bildende Künste Dresden erworben und im Frühjahr diesen Jahres einen zweimonatigen Studienaufenthalt in Paris absolviert.

Werkstatt Fotografie
Leitung: Christoph Beer, Wünschendorf

Der Blick für das theatralische Fotomoment: WAHNSINN !!! Und dazu noch ein Fotoplakat - für jede Werkstatt!
Christoph Beer ist freischaffender Fotodesigner.

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Letzte Aktualisierung: 29.06.2010   |   E-Mail: Greizer@Theaterherbst.de   |   © 2005 Greizer Theaterherbst