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Die Gastspiele zum XIII.Theaterherbst
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Alarm!Theater, Bielefeld Fremd Grosses Strassentheater Regie: Harald Otto Schmid
Freitag, 10.September 2004 21.00 Uhr Greiz, Von-Westernhagen-Platz Eintritt: 7,50 € ( 5,- € )
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"Die Erde ist 4,6 Milliarden Jahre alt. Übertragen auf ein Menschenalter wäre sie 46 Jahre alt, das industrielle Zeitalter hätte vor 1 Minute begonnen und innerhalb 1 Sekunde hätte der Mensch die Erde zerstört." Und da steht er dann, das unerfahrene, neugierige Kind, dumm und ratlos. Verstoßene Engel, die weder Gott noch Teufel folgen, steigen herab, mischen sich unter die Menschen, versuchen die Sklaverei der Zeit zu beenden. Kann die Paradies-Müllhalde gerettet werden?
  
"Der Rhythmus der Zeit ist nicht alles, und ihn zu vergessen, tut manchmal not. Das Wetter vergaß dabei zu regnen." Westfälische Zeitung
"Sie überschütteten das Auge mit ästhetischen, magischen und faszinierenden Bildern, die noch lange im Kopf bleiben." Badische Zeitung
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Ulrich Schwarz Man bittet zu läuten nach einem Hörspiel von Günter Eich
Samstag, 11. September 2004 18.30 Uhr Greiz, Oberes Schloss, Pferdestall Eintritt: 5,- € ( 3,- € ) |
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Der Held: ein Pförtner Seit 37 Jahren in einem Taubstummenheim, im Kampf gegen die Verkrüppelung der eigenen Sinnesorgane, die Seele ist es bereits. Im Traum von einer Frau und der Guillotine die Feier der besonderen Nacht: nach 10 Jahren Mitgliedschaft die Wahl zum Präsidenten des Pilzvereins. Der Versuch einer Bilanz erstickt im allnächtlichen Dienst. Ein Siegfried im Schicksalskampf, ein Christ, der sein Kreuz mit Lust trägt. Nur welche Form hat es?

"Über eine Stunde lang spielt Ulrich Schwarz im Treffpunkt Rotebühl mit nicht nachlassender Intensität. Den keineswegs einfachen Monolog bewältigte er ohne jegliche Anstrengung. Der Pförtner ist bei Schwarz keine lächerliche, sondern eine tragische Figur, ob er sich nun umbringt oder nicht, diese Frage lässt Schwarz offen. Stuttgarter Zeitung
"...er schwatzt amüsant, munter, witzig; die eigenartig unbeschreibliche Taubstummensprache Schwarz´entlockt den Zuschauern manches Lächeln. Dass das Lächeln erstarrt: das teufliche steckt im Detail..." Freie Presse Chemnitz
" ...dass wir sie ernstnehmen sollten, diese staatstragend durchschnittlichen Pförtner mit ihren ausgehungerten Nachtphantasien. Ernstnehmen in jeder Hinsicht, denn das Gefühl, vom Leben benachteiligt zu sein, ist die Quelle von Ideologien und Religionen, von Diktaturen und Kriegen, von Fremdenhaß, Banküberfällen, Ladendiebstählen und Ehekrach..." Chemnitzer Zeitung
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Theater des Lachens, Berlin/ Stuttgart Lear vor und nach Shakespeare Regie: Astrid Griesbach
Samstag, 11. September 2004 20.30 Uhr Theater der Stadt Greiz Eintritt: 7,50 € ( 5,- € )
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Der Held: ein alter König. Kurz vorm Grauen erwacht die Heide. Die Kutsche holpert und unaufhörlich brabbelt der Alte sinnentleerte Worte vor sich hin. Regen setzt ein. Gierige Hexenkörper züngeln über Engelland, den Lear erblickend, und...
Wie sehr liebst du mich? Die Antwort darauf kann nie genügen und wird Anlass für Lüge, Verrat, Machtgier, Mord und Wahnsinn.
Shakespeares gewaltiges Drama ist eingedampft auf die Schlüsselszenen. Gezeigt werden, in einer eigenwilligen Sicht auf den Klassiker für zwei Spieler und diverse Puppen, erbarmungslose Rivalitäten und das Betteln um Liebe - eingefangen in ebenso komischen wie poetischen Bildern.

"Ich möchte in meinem Zimmer bleiben", barmt der gegängelte alte Mann. ein wunderbar tragikomisches Bild ohnmächtig gewordener Macht. Stuttgarter Nachrichten
"Die witzig pointierten, aktionsgetriebenen Dialoge und Handlungen, die auch immer wieder Originalzitate aus der Tragödie einfließen lassen, begeistern und treiben das Publikum in eine schwerelose Zone, irgendwo zwischen den Geschehnissen um König Lear und unserem modernen Alltags-Wahnsinn." Tagesspiegel
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Theater des Lachens, Frankfurt/ Oder Rotkäppchen nach Grimm Regie: Matthias Friedrich
Sonntag, 12. September 2004 14.30 Uhr Oberes Schloss Greiz, Pferdestall Eintritt frei !
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Der Held: ein Professor und ein Jäger. Der Wolf ist wieder in unseren Wäldern, fehlt eigentlich nur noch das Rotkäppchen und schon lässt sich ein wunderbares Märchen erzählen. Damit hoffentlich alles gut geht, ist Professor Lupus Lapislazuli, der Wolfexperte, dabei. Also wer Mut hat, kommt mit in den Wald und folgt Rotkäppchen auf seinem Weg. Seht nur die schönen Blumen und wie lieblich die Vöglein singen..."
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Grips-Theater Berlin Hallo Nazi Eine explosive Begegnung Regie: Frank Panhas
Sonntag, 12. September 2004 19.00 Uhr Theater der Stadt Greiz Eintritt: 7,50 € ( 5,- € )
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Die Helden: drei junge Männer, die unterschiedlicher nicht sein können, führt das Schicksal für eine Nacht zusammen - in einem Polizeirevier. Da ist Rudi, ein 17-jähriger deutscher Neonazi, da ist Jan, ein polnischer Automechaniker, und da ist der junge deutsche Polizist Erich. Rudi gehört einer "Kameradschaft" an, die kurz zuvor polnische Schwarzarbeiter überfallen hat, darunter auch Jan. Rudi und Jan, beide wurden verhaftet, beide warten auf ihre Vernehmung, Erich bewacht sie. Die Situation fordert eine Auseinandersetzung heraus.
"Die Inszenierung setzt ganz auf die dramatische Unmittelbarkeit der Darsteller und die suggestive Wirkung, die von ihrem physisch unerhört aufgeladenen Kraftfeld ausgeht." F.A.Z., Berliner Seite
"Knüppelhartes Gefühlstheater, das den vollen Einsatz der Schauspieler verlangt..." Der Tagesspiegel
"Ein Stück, das unter den Nägeln brennt." BZ
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Komödianten Company Dresden Wilhelm Tell nach Schiller Regie: Renat Safiullin
Dienstag, 14. September 2004 20.30 Uhr Theater der Stadt Greiz Eintritt: 7,50 € ( 5,- € )
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Der Held: ein Attentäter. Drei clowneske Wesen erklimmen den Tell-Mythos. Sie melken Geschichte und Gegenwart in einen Eimer und wandern mit ihm durch die heile Heidi-Natur. Auf einer schwindelerregenden Berg- und Talfahrt erfahren sie die bisher unbekannten tragischen Folgen, die der Apfelschuss nach sich zog, die verborgenen Talente des Meisterschützen Tell und seine Verführbarkeit durch den Ruhm. Sie erleben die Eigenheiten der Bergbevölkerung und deren gefährliche Gratwanderung zwischen Freiheitskampf und Terrorismus. Waren die Eidgenossen wirklich "ein einzig Volk von Brüdern"? Dabei schlüpfen die Darsteller nicht nur von einer benötigten Rolle in die nächste, sondern wechseln auch virtuos zwischen Schiller´schen Versen und rasanter Improvisation. Ihr Entdeckungstrieb lässt sie vor Abgründen nicht zurückschrecken und bösefrech bohren sie mit ihren Fingern im Schweizer Käse.

"Der national-heroische Alpenschinken des einstmaligen Stürmers und Drängers wurde radikal eingedampft. Die Elementarteilchen wie Rütli-Schwur, Armbrust-Schuss und Tyrannen-Mord sind zu erkennen und sehr spaßig umgesetzt."
zitty Berlin*** Nr. 4/2004
"Von allen Gipfeln und aus allen Tälern erreichen diese spitzen Pfeile das Ziel - von hinten durch die Brust ins Herz." Dresdner Neuste Nachrichten vom 20. März 2004
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Die Bühne - TU Dresden, Nibelungen 1 - Der Drachentöter nach Motiven von Friedrich Hebbel
Mittwoch, 15. September 2004 20.30 Uhr Theater der Stadt Greiz Eintritt: 7,50 € ( 5,- € )
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Der Held: Der Single-Mann. In einem fernen Land - wächst die Brundhild auf. Schön und verträumt wie ein Engel. Blutrünstigkeit und Eigensinnigkeit sind die Ergebnisse ihrer Erziehung. Während dessen boomt um das Land herum die Drachentötungsbranche. Siefgried kann sich kaum vor Aufträgen retten.
Klar formulierte Fragestellung: Was macht einen Helden aus? Oder besser noch: Wie werde ich einer? Gezeigt wird der junge Siegfried, der sich in einem wahrhaft an die Pubertät gemahnenden Ausbruch dazu entschließt, Held zu werden, loszieht mit cooler Lederjacke, seiner Lieblingsplatte, einem Schwert und flotten Sprüchen. Brunhild hat auch eine Menge Sorgen mit der Welt, die sie zur Königin Islands auserkoren hat. Wie die Parodie eines albernen Teenager-Films plagt sich die Inszenierung mit den Leiden der zwei Querköpfe herum, ihre größte, man könnte sagen: einzig wahre Herausforderung finden die beiden im jeweils anderen. Und es entspinnt sich eine Liebe, "die nicht hat sein sollen", denn nur einer kann der Held sein. Der Drachentöter - ein Pop-Märchen.

"Eine von Bühnenbild über Kostüme bis hin zu der musikalischen Begleitung gelungene, sehenswerte Aufführung."
ad rem
"Wer hätte gedacht, dass die Nibelungen tatsächlich Spaß machen können?" Dresdner
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Anna mateur, Dresden Mutter Blamage & ihre Kinder Buch/ Regie/ Gesang: Anna-Maria Scholz
Mittwoch, 15. September 2004 22.30 Uhr Theater der Stadt Greiz, Foyer Eintritt frei !
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Der Held: Die Alleinerziehende. Rubens hätte sie glatt weg geheiratet, aber der ist leider schon tot. Sie zieht alle Register, denn die Konkurrenz schläft nicht - besser: Sie schläft mit jedem! - Mama kennt alle Tricks und Kniffe, um Männer madig und anzumachen. Da der Trend heute eher gen Patchwork und Wackelkontakt geht, gittarisiert sie ihre kleinen Terroristen, und aus manchem Vater wird bei intensiverem Lauschangriff eine Vata Morgana. Brust raus - Bauch auch: Mutter Blamage wird ihr Publikum bombardieren - gesanglich unnachahmlich und optimistisch im Detail!

"Gib ihr Scheiße und sie macht Gold daraus. Improvisation, Witz und Schlagfertigkeit sind bei ihr aufs Glücklichste vereint. Anna schafft es, dass man noch mit der Träne im Augenwinkel - lauthals losgackert, um gleich darauf - mit erigiertem Nackenhaar - erneut zum Taschentuch zu greifen."
SAX
"Was wittern so lüstern meine Nüstern?"Diese Frau ist, so wie sie ist, das Beste, was einem Publikum passieren kann. DNN
"Wer Georgette Dee nicht kennt, sollte einfach Anna hören. Denn sie ist weit mehr als eine zweite Dee. Und dazu noch ganz echt." SZ
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Produktion Theaterhaus Jena Tarzan nach Edgar Rice Burroughs Regie: Claudia Bauer
Donnerstag, 16. September 2004 18.30 Uhr Theater der Stadt Greiz Eintritt: 7,50 € ( 5,- € )
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Der Held: ein Wilder. Mit einem formidablen Brustkasten ausgestattet und einem winzigen Ozelotfell bekleidet, schwang sich Tarzan 1918 zum ersten Mal über die Leinwand. Damit begann eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Eine Geschichte von biblichen Ausmaßen. Eine Schöpfungsstory von Gut und Böse und davon, wie sich der edle Muskelprotz Mensch die Erde untertan, den Urwald dienstbar macht - und sich zur Belohnung die schöne Jane über die Schulter werfen darf. Das, Männer, ist der Stoff, aus dem die Träume sind! Doch diese Inszenierung nimmt den Erfinder des Affenkönigs beim Wort. Und das ist die Überraschung: Tarzans Abenteuer werden (mit vielen eskalierenden Brechungen) als spannende Gute-Nacht-Geschichte erzählt.
Kein"Ich-Tarzan-du-Jane"-Gestammel im Adamskostüm wird geboten, sondern die Eloquenz dressierter Europäer, die sich eine wohlige Schauderportion Wildnis gönnen. OTZ
"Die Facetten der Intonation immerzu wechselnd, unterlaufen die vier ganz unmerklich den unterschwelligen Wunschtraum von der gehofften Domestizierung des Fremden." Theater heute
"Schauerstück der Extraklasse. Tarzanschrei inclusive. Ein Kabinettstückchen darstellerischer Spielwut, und ein durchaus ernstzunehmender Angriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer." SZ
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Wechselbad-Produktion Dresden Ladies Night - Ganz oder gar nicht von Stephen Sinclair/ Anthony Mc Carten Regie: Renat Safiullin
Freitag, 17. September 2004 20.30 Uhr Theater der Stadt Greiz Eintritt: 7,50 € ( 5,- € )
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Die Helden: Die Arbeiter. Eine Industriestadt irgendwo in England. Das Stahlwerk geschlossen, die arbeitslosen Arbeiter hängen rum, alternativlos, mit ohne Geld, vertiefen sich in Alkohol, Stellenanzeigen, Kneipenprügeleien, Suizidversuchen. Ihre Frauen (so vorhanden) amüsieren sich bei den "Chippendales", einer Männer-Strip-Show. Bei denen läuft´s! - Na? Wäre das nicht der Ausweg aus der Misere?? Sie haben nichts zu verlieren... Also: fröhlich sein und strippen!

"Die Darsteller-Riege, jeder ein komisches Unikum für sich, überzeugt mit tollem - körperlichen - Einsatz. Allein der Striptease am Schluss ist schon fast allein das Eintrittsgeld - nicht nur der weiblichen Besucher - wert. Morgenpost
"Der Spaß stellt sich ein, bei Szenen, in denen die Männer plötzlich in eine Rolle gedrängt werden, mit denen sie sonst nur Frauen bedenken. Zu klein, zu dick, zu alt bekommt eine neue, unangenehme Bedeutung. Schließlich verhilft den gebeutelten Männern aber ausgerechnet der Striptease zur Selbstachtung - und der Aufführung zum guten Ende." Sächsische Zeitung
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