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Schauspiel-Werkstatt "Parzival"
Schauspiel-Werkstatt "Schatten der Freiheit"
Schauspiel-Werkstatt "Ohne Takt kein Akt"
Schauspiel-Werkstatt "Rummels Glück"
Schauspiel-Werkstatt "Parzival"

Die Werkstätten zum XI.Theaterherbst

Kinder-Schauspiel-Werkstatt  „Mit Leitern zum Himalaja“
Leitung: Klaus-Peter Fischer

Freitag, 13.September 2002  17.30 Uhr     Zapfwerk 1/3 Greiz, Zeulenrodaer Str. 6
Eintritt: 5,- €  ( 2,50 € )

Theater lebt von der Phantasie seiner Zuschauer. Es braucht nicht unbedingt Nebel und Maschinen, um eine Reise zum Mond erlebbar zu machen. Alles ist möglich: Fliegen, jemanden verzaubern, sich in einen Baum verwandeln oder in ein Reh. Ein Symbol für einen Sturm oder Einhorn erfinden. Mit dieser Lust am Erfinden ist eine Geschichte entstanden, auf die die Zuschauer gespannt sein können.

Klaus-Peter Fischer arbeitete an renommierten Kindertheatern in Deutschland. Er leitete die Schiller Werkstatt des "caroussel"- Theaters Berlin. Einige seiner erfolgreichsten Inszenierungen waren "Pünktchen und Anton", "Anne Frank" und von Michael Ondaatje "Buddy Boldens Blues". Seine Liebe gehört dem Jazz.

Schauspiel-Werkstatt  „Rummels Glück“
nach Motiven Ödön von Horvaths Kasimier und Karoline
Leitung: Marco Süß

Samstag, 14. September 2002  20.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz, Großer Saal
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )

Rummel: In der Ferne das Sausen der Achterbahn und das selige Kreischen der Fahrgäste.
Menschen: Jung und alt, groß und klein, reich und arm, gesund und krank, langsam und schnell, leise und laut. Ein Liebespaar erscheint, um sich in die Glücksmaschine zu stürzen. Aber das Glück wird zum Zwang und bleibt ein Fluss ohne Quelle, nur Produkt der Maschine. Die Menschen versuchen wieder zu sprechen. Ihr Glück aneinander zu finden, voneinander zu bekommen, auseinander herauszureißen. Wenn sie sich geliebt haben, verlassen sie sich wieder. Die Sucht nach Glück ist größer als das Vertrauen in Glück. Das Liebespaar trennt sich.

„Du hast in mir drinnen gewohnt und bist aber seit heute ausgezogen aus mir - und jetzt stehe ich da wie das Rohr im Winde und kann mich nirgends anhalten...“

Marco Süß ist freischaffender Regisseur. Mit „Die Ritter der Tafelrunde“ landete er in Leipzig eine echte Erfolgsinszenierung.

Schauspiel-Werkstatt  „Schatten der Freiheit“
nach Slawomir Mrozek
Leitung: Andreas Poppe

Sonntag, 15. September 2002  20.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz, Bühne
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )

Wenn Andreas Poppe Theaterabende kreiert, sind sie voll scharfer Beobachtungen, die mit sehr viel Witz präsentiert werden. Zu sehen ist eine Collage aus Alltagsbeobachtungen und Szenen aus dem Theaterstück „Tango“ von Slawomir Mrozek, in der die Körpersprache als Ausdrucksmittel im Mittelpunkt steht. Denn was wir fühlen, fühlen wir im Körper. Unser Körper reagiert darauf, bewegt sich, nimmt eine bestimmte Haltung ein. In der Disco spricht ein Junge ein Mädchen an. Diese erklärt ihm, dass sie heute abend leider mit einer Freundin verabredet sei. Dabei schaut sie ihn verheißungsvoll an und fährt sich mit der Hand durch die Haare. Soll er nun ihren Worten glauben? Oder möchte sie ihm noch etwas anderes sagen? Dies bietet genug Stoff für eine Tragödie oder sogar für eine Komödie.

Andreas Poppe ist Regisseur und erfolgreicher Schauspielpädagoge. Er studierte an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig. Wichtige Arbeiten waren „URFAUST“ am Deutschen Staatstheater Timisoara in Rumänien und „UBU IN KETTEN“ am Theaterlabor in Berlin. Andreas Poppe hatte mehrere Gastprofessuren inne. Unter anderem am Centro cultural de Évora (Portugal) und am Conservatoire Royal de Liége (Belgien). Er beschäftigt sich schöpferisch mit Brecht und Meyerholds Biomechanik. Die Besucher des Theaterherbstes können seine Theaterarbeit auch mit der Inszenierung „Lixporto“ kennenlernen.

Foto-Werkstatt  „Musterungen“
Leitung: Yvonne Standke

Montag, 16. September 2002  18.30 Uhr     Am Schlossberg 1
Eintritt: frei !     Ausstellungseröffnung !

Die Fotowerkstatt zeigt ihre Arbeiten, diesmal zum Thema GREIKA: Yvonne Standke ist freie Fotografin und beschäftigt sich mit Architektur- und experimenteller Fotografie.

Schauspiel-Werkstatt  „Ohne Takt kein Akt“
Ein rhythmisches Feuerwerk mit Theater
Leitung: Florian Gaehtgens

Dienstag, 17. September 2002  18.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz, Bühne
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )

Rhythmustheater? Aber natürlich. Nicht nur der Musik liegt Rhythmus zugrunde, auch in der Sprache, in einem Wort oder einem Satz steckt Rhythmus. Auch ein Szenenwechsel, die Form eines Dialoges oder eine Dramaturgie brauchen einen inneren Rhythmus, um ihre Wirkung emotional zu entfalten.
Die Teilnehmer dieser Schauspielwerkstatt näherten sich der Frage durch direktes und elementares Erleben von Rhythmus mit Hilfe der, in Deutschland noch weitgehend unbekannten, von Reinhard Flatischler entwickelten TaKeTiNa-Rhythmuspädagogik.
Die Teilnehmer der Schauspielwerkstatt stellen ihre Chöre, Szenen und Texte vor, die sie unter dem ganz besonderen rhythmischen Blickwinkel erarbeitet haben. Da der Rhythmus Zuschauer sofort emotional ansprechen kann, dürfen wir gerade auf diese Werkstatt sehr gespannt sein.

Florian Gaethgens studierte Geophysik und unterrichtet TaKeTiNa in Berlin.

Gestaltungs-Werkstatt „Traumraum“
Leitung: Katharina Lewonig

Mittwoch, 18. September 2002  20.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz, Bühne
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )
Gemeinschafts-Projekt der Werkstätten Schauspiel und Gestaltung

Traumraum - Wie verwandelt sich ein Raum in einen Raum für Schauspieler, in eine unendliche Ebene oder eine Seelenlandschaft. Das, was in einer Galerie nur schwer möglich ist, ergibt sich hier in Zusammenarbeit mit Schauspielern. Eine sich bewegende Körperskulptur mit Menschen, die nur eins zeigen wollen: Wir alle suchen unsere Räume, sind Teil dieser Räume und schaffen diese Räume neu.

Katharina Lewonig schreibt: „Zu Beginn richtet sich das Auge in die Ferne, dort wo Meer und Himmel einander berühren. Genau dort entsteht eine Grenzlinie zwischen zwei Elementen mit unterschiedlicher Dichte. Beide grenzen sich exakt voneinander ab; es gehören beide der Grenzlinie an und doch gehören sie keinem. Es ist eine Linie die wir wahrnehmen, die aber je nach Betrachtungswinkel variiert. Genau an dieser Grenze ist der Ort, wo man das Bild im Bild definiert, wo das Bild zum Bildraum wird. So wie das Wasser und die Luft eine unterschiedliche Dichte haben, so unterschiedlich sind auch die zwei Medien des Bildraumes. Utopie und Wirklichkeit.“

Katharina Lewonig ist in der Hochbörde aufgewachsen, daher die Weite des Horizontes noch in sich tragend. Sie ist Bühnen- und Kostümbildnerin.

Schauspiel-Werkstatt  „Parzival“
nach Wolfram von Eschenbach
Leitung: Anne Bergel

Mittwoch, 18. September 2002  20.30 Uhr     Theater der Stadt Greiz, Bühne
Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )
Gemeinschafts-Projekt der Werkstätten Schauspiel und Gestaltung

Die Geschichte des Parzival spielt am Hofe König Artus. Parzival wächst nach dem Tod seines Vaters fern von jeglichen ritterlichen Einflüssen in der Wildnis auf. Seine behütete Jugend kann dennoch nicht verhindern, dass in Parzival der Wunsch entsteht, Ritter zu werden. Der naive Held verlässt seine Mutter, die daraufhin vor Gram stirbt. Er erreicht nach einigen Abenteuern den Artushof, tötet dort den Roten Ritter Ither, einen Verwandten. Parzival ist der Held, der sich unerschrocken in ein Abenteuer einlässt, um den Gral zu suchen.

Anne Bergel ist Tänzerin, Schauspielerin und Choreographin. Sie war Tänzerin im Tanztheater des Schauspiel Leipzigs. In letzter Zeit beschäftigte sich Anne Bergel intensiv mit der Tanzavantgardistin Valeska Gert.

Schauspiel-Werkstatt  „Greika-Atlantis“
Idee: Yvonne Standke und Thomas Jäkel
Regie: Thomas Jäkel

Donnerstag, 19. September 2002  20.30 Uhr
Skaterhalle A.-B.-Straße (gegenüber Kaufland)

Eintritt: 5,- €  ( 3,- € )

Das, was früher gut war, ist heute anders gut. Das, was früher schlecht war, ist heute anders schlecht. Wer durch Greiz geht, bemerkt schnell die riesigen Industriebrachen. Was ist hier geschehen? Etwas Unheilvolles muss geschehen sein.
Die Werkstatteilnehmer entwickelten eine Stückcollage aus Zeitdokumenten und Interviews mit ehemaligen „Greikanern“. Gelingt es, über den Industriestandort Greiz mit Ihnen als Zuschauer ins Gespräch zu kommen, wieder zu sprechen, wäre das der schönste Erfolg dieser Werkstatt.
Thomas Jäkel in seiner Konzeption: „Wir wollen mit geradem Blick auf Menschen und ihre Schicksale sehen, nicht um Altes zu feiern oder zu verdammen, sondern um Neues entstehen zu lassen.“

Thomas Jäkel ist von Kind an Teilnehmer des Theaterherbstes und führt nun schon seine vierte erfolgreiche Regie.

RAP-Werkstatt  „Wieder Sprechen - Widersprechen“
Leitung: Sascha Verlan

Freitag, 20. September 2002  19.00 Uhr     Zapfwerk 1/3 Greiz, Zeulenrodaer Str. 6,
Eintritt: 7,50 €  ( 5,- € )     (gilt für die gesamte Greiz-Nacht)

„wieder sprechen - widersprechen“ lautet der Titel von Sascha Verlans RAP-Werkstatt. Zusammen mit den Break-Dancern und Sprayern präsentieren die Mitwirkenden zur Greiz-Nacht eine Hip-Hop-Show mit eigenen Rap-Texten.

Sascha Verlan beschäftigt sich seit vielen Jahren als Autor und Journalist mit der Hip-Hop-Bewegung in Deutschland, Frankreich und den USA.

Video-Werkstatt  „Sprechende Bilder“
Leitung: Carsten Fiebeler

Freitag, 20. September 2002  19.00 Uhr     Zapfwerk 1/3 Greiz, Zeulenrodaer Str. 6,
Eintritt: 7,50 €  ( 5,- € )     (gilt für die gesamte Greiz-Nacht)

Die Video-Werkstatt „Sprechende Bilder“ produziert dieses Jahr einen eigenen Film, der in der Greiz-Nacht seine Premiere erleben wird. Geleitet wird die Werkstatt von Carsten Fiebeler. Er gehört zu den jungen Filmtalenten dieses Landes und drehte die Spielfilme „Himmlische Helden“ und „Datsche“.

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Letzte Aktualisierung: 29.06.2010   |   E-Mail: Greizer@Theaterherbst.de   |   © 2002 Greizer Theaterherbst